Jedes Bild trägt einen Klang. Nicht laut, nicht messbar. Ein inneres Rauschen, ein Flirren, ein tiefer Grundton. Dein Körper ist das Instrument. Er stimmt sich von selbst, wenn du ihm Raum gibst. Manche Bilder drücken in die Brust, andere summen im Bauch. Zuerst reagiert nicht das Auge, sondern der Resonanzraum, den du bist.
Wenn du schaust, lausche. Nicht auf Worte, auf Abstand, Rhythmus, Licht. Hören öffnet den Raum, bevor der Verstand ihn schließt. So wird Sehen zur stillen Aufnahme. Du bist der Verstärker, nicht der Sprecher.
Übe, ein Bild zu hören, bevor du es benennst. Lass den Ton zu dir kommen. Atme. Spüre, wo er landet. Gib dem Echo Zeit. Dann erst entscheide, was du zeigst.
Jedes Bild hat einen Ton. Du bist das Instrument.